Berliner Bier-Adventskalender #11: PRST!

Bei BRLO kommt natürlich zuerst die unvermeidliche Frage nach dem Namen: Was zum Teufel bedeutet das, und wie spricht man es aus? „Ber-lo“ lautet die Antwort des Trios hinter dem etwas anderen Craft-Beer-Startup. Es ist das altslawische Wort für „Sumpf“ und soll ein Urahne des heutigen Namens der Spreemetropole sein. Gebraut wird das Pale Ale, das sich heute im Kalender versteckt, (noch) nicht in Berlin, sondern in einer Privatbrauerei in Landsberg bei Halle. („Designed in Berlin, assembled in Landsberg“, steht auf dem Etikett.) Doch man nimmt es den Machern um Gründerin Katharina Kurz ab, dass sie nicht aus purem Marketing-Kalkül das Hauptstadt-Image pflegen. So zeigt das Startup etwa soziale Verantwortung und spendet einen festen Betrag pro Flasche an Berliner Initiativen, worüber auf der BRLO-Webseite Buch geführt wird. Überhaupt: Die Transparenz der Brauerei ist vorbildhaft. BRLO legt online die Bezugsquellen aller Zutaten offen und begründet deren Wahl ausführlich, wobei man unter anderem auch erfährt, dass das Brauwasser „mit Edelsteinen energetisiert“ wird.

Doch entscheidend ist natürlich, was in der Flasche steckt: Ein mit sechs Prozent Alkoholanteil ziemlich kräftiges Pale Ale, das dennoch überraschend süffig ist. Ein ganzes Bündel von Aromahopfen und Malzsorten sorgt für ein charakteristisches Geschmacksbild (prägnante Malz- und Zitrusnoten, wenig Süße), das näher an der der englischen Ale-Tradition als an der US-Craft-Variante liegt. Sehr gut!

#11: BRLO – Pale Ale

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Stil: Pale Ale, obergärig, kaltgehopft
Alkoholgehalt: 6,0 Prozent
Malzsorten: Pilsner Malz, Münchener Malz, Weizenmalz, Caramalz
Hopfensorten: Cascade, Centennial, Citra, Saphir, Willamette
Brauort: Landsberg, Sachsen-Anhalt

Aussehen: Waldhonig, bernsteinfarben, feiner Schaum, schlichtes und informatives Etikett (Farbkombination des Logos etwas dunkel geraten) (Herr D.: 7,5/10, Ms. Smámunir: 8,5/10)

Riecht nach: Zitronenmelisse, Mandarine, Mango-Eiscreme, Birne, Kresse, Karamell (Herr D.: 8/10, Ms. Smámunir: 9/10)

Schmeckt wie: Brombeere, rote Johannisbeere, Grapefruit, Toffee, getrockneter Oregano, White Widow, Zitronenbrause auf der Zunge (Herr D.: 7,5/10, Ms. Smámunir: 8,5/10)

Gesamtnote: 8,2 von 10

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Alle Biere des Adventskalenders

#1: Heidenpeters India Pale Ale (German Style) & Kalender-Regeln (4,9)
#2: Spent Brewers Collective – Red Oat Ale (7,4)
#3: Bierfabrik – Wedding Pale Ale (7,75)
#4: Two Fellas – Sorachi Ace Farmhouse Ale (8,33)
#5: Berliner Berg – Lager (5,75)
#6: Brauerei Lemke – Original (6,1)
#7: BrewBaker – Red Lager (6,9)
#8: Heidenpeters Thirsty Lady (7,75)
#9: Spent Brewers Collective – Bloom’s Beer (8,2)
#10: Brauerei Lemke – Berlin Pale Ale (7,1)

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