Die Mikkeller-Verschwörung

Anfang des Jahres sorgte die Nachricht, dass Braufactum den Vertrieb von Mikkeller Bieren in Deutschland exklusiv übernehmen wird für einigen Wirbel. Braufactum ist Teil der Radeberger Gruppe (gehört zu Dr. Oetker) und damit Ziehkind eines Konzerns, der die Verwässerung des Deutschen Biergeschmacks maßgeblich mit zu verantworten hat. Wieso-weshalb-warum der neue Mikkeller-Vertriebsdeal für manche ein Coup und für andere eine herbe Enttäuschung gewesen ist hat Felix hier ausführlich aufgeschrieben.

Uns hat der Einzug des Braufactum Kühlschranks in den nächstgelegenen Supermarkt Craft Biere vor die Haustür gebracht und zugegebermaßen lasse ich nach Feierabend gerne mal ein Fläschchen Palor-Brooklyn-Firestone im Einkaufskorb verschwinden.* Und jetzt eben auch ein Mikkeller, denn mit dem Green Gold ist kürzlich das erste Bier des Dänen Mikkel Borg Bjergsø im benachbarten Kühlschrank aufgetaucht.

Mikkeller Green Gold

Stil: American-style India Pale Ale.
Aussehen: Starke cremefarbene Schaumkrone, farblich liegt das Bier irgendwo zwischen dunklem Bernstein und Waldhonig.
Nase: Viel Zitrusfrucht, gefolgt von harzigen Noten und grünem Pfeffer.
Geschmack: Caramel, Orangenschalen, erdige Quitte, ein großer Schluck Ananas gibt dem Bier eine angenehme Süße. Die Hefe ist fein eingebunden, ebenso die Perlung und auch die 7% Prozent Alkohol bleiben elegant im Hintergrund. Der Abgang ist frisch mit akzentuierten Bitternoten.

Ein leckeres IPA das gewiss auch eine interessante Speisenbegleitung sein kann. Mit 3,99 € für die 0,33 l Flasche aber eindeutig ein Eckchen zu teuer.

*Für größere Einkäufe empfehle ich Hopfen & Malz im Wedding oder den Berlin Bier Shop in Moabit einen Besuch abzustatten.

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