Ruby, Ruby, Ruby, Rubeeey!

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Pesto von gelber Paprika, Stangensellerie und gerösteten Erdnüssen. Obendrauf fermentiertes Rubykraut.
Pesto from yellow bellpeppers, cellerie and roasted peanuts. Fermented Ruby Kraut on top.

Wenn ich ein paar Tage mal nicht Kochen kann, fühle ich mich schnell etwas dumpf und stumpfsinnig. Der Prozess des Kochens hat für mich mit all seinen Facetten etwas sehr kreatives und sinnliches. Sogar das Spülen von Bettern und benutzten Pfannen macht mir meistens Spaß. Kreativität ist etwas, dass mir in meinem sehr bürokratischen Arbeitsalltag oft fehlt. Umso mehr genieße ich es nach nach der Arbeit erst einmal die Küche zu verwüsten… Was für ein Vergnügen!

Ich mag es dabei viel auszuprobieren und beim Schmecken zu lernen. Super ist für mich deshalb die Herausforderungen aus wenigen Zufallszutaten etwas zu zaubern, dass hübsch aussieht und alle am Tisch glücklich macht. Die heutige Herausforderung: Sinnvolles Aufbrauchen des fermentierten Ruby-Rotkrauts, das nun schon eine längere Weile hinten rechts im Kühlschrank verbracht hatte. Das Ruby-Kraut habe ich nach diesem Rezept mit Rotkohl und ein paar exotischen Gewürzen gemacht. Nach etwa 4 Monaten mit getrockneten Chilischoten im Glas, war es ganz schön Kraut scharf geworden. Mir kam also gleich eine asiatisch inspirierte Verwendung in den Sinn.

Für das Pesto habe erst 1 Schälchen Erdnüsse vorsichtig in der trockenen Pfanne geröstet. Dann Zwiebelwürfel, 2 zerdrückte Knoblauchzehen, 1 Chilischote, 2 Stangen Sellerie und 1 Paprikaschote  in Olivenöl angebraten und das Gemüse anschließend mit etwas Soja- und Fischsauce abgeschmeckt. Schnurrend hat der Pürierstab alles zu einem gelblichen, sämigen Brei zerkleinert. Mit ein wenig Erdnussöl bedeckt, würde sich das Pesto gut ein paar Tage halten. In Schalen habe ich jeweils 4 Esslöffel Pesto auf gekochten Reis gesetzt, Ruby-Kraut, Frühlingszwiebelscheibchen und blättrige Petersilie darüber gestreut und gelacht: Eine eher ungewöhnliche Farbkombination aber lecker!

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