Cake-pokalypse

“Ist der Kuchen explodiert,” fragt Herr D. grinsend, als ich von einer Qualmwolke begleitet ins Arbeitszimmer stürze und meinen Kopf – ein bisschen zu hart – auf seine Schulter schleuder. Aus der benachbarten Küche waren meine Wutschreie also bereits an sein Ohr gedrungen. “Der schöne Kuchen,” ich bin so blöd!!“

Nebenan war mir kurz vorher etwas unfassbar ungeschicktes verträumtes passiert. Voller Sonntagssüßvorfreude hatte ich vier Tarteformen gefüllt mit Apfelstreuselküchlein in den vorgeheizten Backofen geschoben und mich dann an’s aufräumen gemacht. Schüssel auslecken, Brett abspülen, Besteck zuzsammen sammeln… „Uuuhhoohhh, was machen denn die zwei Tarteformböden da…?! Kurzes Stutzen, erster Wutschrei: Am Ofen angekommen, stürzte bereits die unterste Schicht der unvollständigen Formen ins Bodenlose. Was für eine Sauerei!

Apfelstreuseltartes
Für 4 kleine Tartes

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Alle Zutaten zu einem gleichmäßigen Teig vermengen. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kaltstellen.

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2 mittelgroße Äpfel waschen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. Die Apfelstückchen mit 200 g Schmand, gerösteten Mandelstückchen, 2 EL Zitronensaft, 1 große Prise Zimt und 1 Handvoll Rosinen (geht auch ohne, wenn welche rein kommen, gerne vorab kurz in Cognac einweichen) vermengen. Teig Hälfte des Teigs ausrollen und DEN BODEN von vier Tarteformen damit belegen. Die Apfel-Schmandcreme auf die Böden streichen, aus dem restlichen Teig Streusel formen und diese auf die Tartes geben.

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Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 35 minuten backen und mit einem Klecks Karamelleiscreme servieren.

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„Streusel lieb ich ja sehr,” sage ich, als wir später mit einer der unversehrten Tartes und dampfenden Kaffeetassen am Küchentisch sitzen. Alles wieder gut und Backofen putzen macht mir gar nichts!